Schildbau: Diesmal etwas historischer


Es ist soweit und die neuen Rundschilde sind fertig.Schilde in der Sonne
Dieses Mal sind wir beim Bau historisch zumindest
etwas korrekter vorgegangen,als bei unserem ersten Schildbau.
Da in den neuen Rundschilden anstelle der 22mm OSB
dieses Mal eine 10mm Pappelsperrholzplatte als Träger steckt,
können diese sogar benutzt werden,
ohne sich die Schulter auszukugeln 😉

Der Bau unserer Rundschilde funktionierte wie folgt:

Material:
800*800*10mm Pappelsperrholz
1,6m² Leinenstoff
Schildbuckel
2m Rohhaut
Kunstsehne
Sprühlack (absolut historisch korrekt 😉 )
Holzleiste oder Multiplex für den Griff

Bau des Rundschildes:

Zuerst wird natürlich die gewünschte Form des späteren Schildes aus dem Sperrholz geschnitten.
Um vorher den äußeren und inneren Kreis auf das Sperrholz zu zeichnen, bediente ich mich eines Streifens HDF
(das woraus die Schrankrückwände sind) welches ich mittig festnagelte und den Bleistift dann
durch zwei vorher angelegte Bohrungen führte.Diy Zirkel Kopie

Zur Not tut’s aber auch ein Zirkel aus Nagel, Bindfaden und Bleistift.
Geschnitten werden kann mit Stich-, Band- oder Dekupiersäge oder per Hand mit einer Laubsäge.
Wenn du noch nicht so genau sägen kannst, immer außen vom Strich sägen und den Rest dann später
mit dem Bandschleifer oder per Hand mit grobem Papier anpassen.

Alternativ können die Schilde auch mit einer Oberfräse mit Schablone und Kopierfräser
ausgefräßt werden, doch meine Oberfräse hat leider nach nun einigen Jahren,
nach dem ersten Ausschnitt, den Geist aufgegeben (dabei war das doch die gute vom Discounter 😉 ).
Muss also bald mal ’ne neue Fräse her und ich griff für die restlichen
Arbeiten auf die Stichsäge zurück.

Loch Fräsen

Die alte Fräse ist leider von uns gegangen… 🙁

Kopierfräser

Kopierfräser

Im nächsten Schritt wird der Leinenstoff grob zurechtgeschnitten und mit dem Schild verleimt.
Um den Leim aufs Sperrholz zu bringen, hilft ein Zahnspachtel beim gleichmäßigen Auftrag.

Stoff auflegenSchilde mit Stoff

Beim Auflegen wird das Leinen dann einfach per Hand glattgestrichen und das Schild einen Tag zum Trocknen liegen gelassen.Geierschablone
Nach der Trocknung haben wir dann mit Schablone und Sprühlack die Schilde verziert.
Dabei ist der ‚Geier‘ den wir gewählt haben zwar historisch,
bei der Art(Sprühlack) bin ich mir da nicht so sicher, ob das die Wickinger auch so gemacht haben 😉

Griff angezeichnet

Angezeichneter Griff M-Plex

 

Während der Lack trocknet, kann schon mal der Griff geschnitzt werden,
wobei Form und Material Geschmackssache sind. Einer wurde aus einem alten Axtstiel und der andere aus Multiplex gefertigt.
Die Griffe haben wir dann aufgeschraubt und den Schildbuckel mit den beiliegenden Bolzen befestigt.

 

Rohaut vernähen

 

 

Zum Schluss wird dann die Rohhaut eingeweicht,
um den Rand gelegt und mit der Kunstsehne befestigt.
Da hier alle paar cm ein Loch durch die Haut
und den Schild gebohrt werden musste
und dann mühsam die Sehne mithilfe von Draht
(besser wäre eine Ledernadel) vernäht wurde,
zog sich dieser Teil etwas.

Umso glücklicher sind wir aber nun über das Ergebnis!

Rundschild fertig

(Fast) Historischer Rundschild 😉


Auf in den Kampf
😉

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Viel Spaß beim nachDIYen 😉

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