So baust Du Deinen eigenen Strandschmuck


Ein Klassiker unter den Anhängern für eine schöne Sommerkette ist natürlich das Surfbrett. Welches Motiv kann Dir sonst noch ohne Worte ein Lebensgefühl von Freiheit, Sonne Strand und Meer liefern und sieht dabei noch so elegant aus? Surfanhänger um den Hals zu tragen heißt, die Sonne und ein bisschen Urlaubsgefühl dabei zu haben und nicht alles so eng zu sehen.

Hier zeige ich Dir, wie Du gleich ein paar Surfbrettanhänger für Dich und Deine Freunde bauen kannst. Der Strandschmuck wird dabei vor allem aus Holz gefertigt. Das liegt nahe, da ja die ersten echten Surfboards auch aus Holz geshaped wurden.

Was brauchst du für die Surferhalskette?

In diesem Beispiel habe ich Pflaumenholz zum Strandschmuck verarbeitet, welches sehr hart ist und durch seine feine Maserung und rötlich braune Färbung schön elegant wirkt. Um das ganze noch interessanter zu machen wurde das Holz mit knallrotem Epoxi kombiniert.

Du brauchst also:

  • Holz
  • Epoxidharz
  • Entsprechende Farbe fürs Harz
  • Leinöl oder Bootslack für die Oberfläche

Werkzeug:

  • Japansäge
  • Multitool
  • Schleifpapier
  • Waage (fürs Epoxi)
  • Bandschleifer o.ä. wenn möglich

Was wollen wir erreichen, wie fangen wir an?

Die Idee war, Surfanhänger zu bauen, die mit einer mittig verlaufenden ausgefransten roten Ader verziert sind. Dazu nimmst Du ein ca. 1cm starkes Brett und teilst es einmal auf, damit du zwei Bretter aus dem gleichen Stammabschnitt hast, die zueinander passen. Du kannst natürlich auch experimentieren und verschiedene Holzarten kombinieren. Kreativität kennt keine Grenzen.

Um den ausgefransten Effekt zu erreichen, habe ich einfach wahllos mit diversen Fräsern auf das Brett eingehackt ähm.. ein hochkomplexes Fräsmuster erstellt, dessen Erklärung hier den Rahmen sprengen würde.

Hochkomplexes Fräsmuster

So kommt die rote Ader ins Holz

Damit das flüssige Epoxi da bleibt wo es soll, habe ich folgendes gemacht. Die beiden Bretter mit den gefrästen Seiten zueinander zusammenlegen. Dabei habe ich vier 2mm Klötzchen an die Ecken gelegt, um die Bretter gleichmäßig auf Abstand voneinander zu halten. Drei Seiten werden nun mit Heißkleber versiegelt. Da auch flüssiges Epoxi durch Risse , etc. auslaufen kann, habe ich das ganze noch in Frischhaltefolie und Tape eingepackt, so, dass noch eine Kante offen zum einfüllen war. Fixiert mit Zwinge und Zulagen kann es dann ans gießen gehen.

Gieße die rote Ader gaaaaanz langsam, damit keine oder zumindest möglichst wenige Lufteinschlüsse dienen Schmucken Anhänger verunstalten..

Wenn der Spalt gefüllt ist, ist erstmal pause für mindestens 24 Stunden.

Der erste Blick hinein

Nach der Wartezeit kannst Du endlich die Sägeschwingen und schauen, wie der Guss geworden ist. Ich habe mir dann Portionen abgeschnitten bei denen ich die Umrisse von ein paar Surfboards übereinander gleichzeitig bearbeiten kann. Dazu habe ich mich einfach an der Breite des Bandschleifers orientiert.

Auf die Langholzseite, an der die rote Ader sichtbar ist, habe ich mir die spätere Form skizziert, um beim weiteren bearbeiten des Schmuckanhängers einen Anhaltspunkt zu haben. Da Pflaumenholz sehr hart ist und ich nicht für immer und ewig schleifen wollte, habe ich mir die grobe Form zuerst ausgesägt und dann die Feinheiten dem Bandschleifer überlassen. Der letzte Schliff war dann noch ein wenig Handarbeit.

Wenn die Surfbrettform stimmt, werden die Anhänger geschnitten

Sobald dein Block von oben gut aussieht, kannst du dirdie Boards einzeln herunterschneiden. Ich habe die Surfbrett-Anhänger ca. 5mm dick geschnitten. So sind sie noch recht stabil aber nicht zu klobig. Wenn Du natürlich noch den Bug etwas mehr herausarbeiten möchtest, so,dass dein Board ein wenig gekrümmt wird, solltest du entsprechend dicker schneiden. Das Schneiden ist dabei etwas tricky, da das Werkstück relativ klein ist, mit Zwinge oder einer Form zum einspannen klappts aber doch irgendwie 😉

Gib dem Surfschmuck den letzten Schliff und Schutz vor dem Wetter

Wenn das Board fertig zugeschnitten ist, breche die Kanten so, dass eine kleine Rundung entsteht und schleife alles in Maserrichtung bis mindestens 220er Körnung.

Um das Holz ‚anzufeuern‘ und vor der Witterung zu schützen, kannst du die Oberfläche mit Leinöl behandeln. Mehr Schutz erreichst Du allerdings mit Bootslack.

Ich habe mich fürs Leinöl entschieden, da die Haptik einfach schöner ist und dies auch der natürlichere Holzschutz ist. Sollte das Öl irgendwann ausgeschwemmt werden, kann man einfach nachölen und alles ist wieder wie neu.

Originaler Surferschuck hängt an Lederschnüren

Ich würde nicht auf die Idee kommen mein Surfboard an eine Metallkette zu fesseln. Viel zu schwer, zu kalt, zu steril. Das Board wird auf einen schön flexiblen Lederriemen gezogen, an dem es lässig und frei am Hals hin und her baumeln kann. Hang loose halt 😉

Wie gefällt die der Strandschmuck?

Was sagst du zu meinen Surfboardketten? Gefallen sie Dir oder würdest Du sie anders bauen? Gefallen sie dir vielleicht so gut, dass Du genau diese Haben möchtest? Dann kannst Du in meinem Shop vorbeischauen. Ein paar Stück habe ich dort im Angebot für Dich. Hier geht’s lang: Bohemian Surfer auf Etsy

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